Unsere Erste scheidet im Pokal gegen Oberwiese aus

Volksfest-Stimmung im Sportzentrum Nord: Der Außenseiter FC Spvgg. Oberwiese ärgert den Favoriten Teutonia SuS. Der B-Ligist besiegt den Bezirksligisten - und das in Unterzahl.

450 Zuschauer im Sportzentrum Nord trauten ihren Augen kaum. Außenseiter FC Spvgg. Oberwiese setzte sich dort in der zweiten Kreispokalrunde gegen Favorit Teutonia SuS Waltrop mit 3:0 (1:0) durch – in Unterzahl.

Das war ganz großes Kino. Volksfeststimmung herrschte am Sonntag im Waltroper Sportzentrum Nord, wo B-Kreisligist FC Spvgg. Oberwiese den großen Platznachbarn Teutonias SuS empfing. Hüpfburg, Torwand, Tombola und Bierbude – beide Vereine hatten sich mit der Organisation des Pokalderbys große Mühe gegeben und landeten beim Waltroper Fußballvolk einen Volltreffer.

„Mit Messern zwischen den Zähnen bewaffnet“

Und auf dem Kunstrasen lieferten sich beide Teams trotz extremer Temperaturen einen tollen Pokalkampf. Teutonias Trainer Oliver Ridder hatte vor seinem Pflichtspieldebüt für die „Schwatten“ schon vermutet, dass Oberwiese mit „Messern zwischen den Zähnen“ alles reinhauen würde. Er sollte recht behalten.

„Uns ist in der Offensive nicht viel eingefallen. Daher hat Oberwiese verdient gewonnen“, zeigte sich Ridder als fairer Verlierer. Seinem Oberwieser Kollegen Ibo Karadag fehlten nach Abpfiff fast die Worte: „Das war heute viel mehr als nur ein Kreispokalspiel.“

Wember lässt Oberwiese nach Zuckerpass von Bülhoff jubeln

Teutonia kontrollierte die Partie in der ersten halben Stunde. Den ersten Treffer aber erzielte der Außenseiter. Ausgerechnet Moritz Wember, der noch in der vergangenen Saison für die Teutonen spielte, hatte nach Zuckerpass von Christoph Bülhof getroffen (33.). Als kurz darauf Oberwieses Abwehrchef Janis Lenfert als letzter Mann gegen den pfeilschnellen Marc-Andre Vollmert die Notbremse zog und mit Rot vom Platz flog, nahm der Druck der Teutonen zu.

Der eingewechselte Robin Beyer sorgt für die Entscheidung

Aber mit Mann und Maus verteidigten die Oberwieser den Vorsprung. „Wir haben Probleme gegen tief stehende Mannschaften“, meinte auch Teutonias Coach Ridder. Nur selten gelangen dem B-Ligisten Entlastungsangriffe. Einer davon führte zur Entscheidung. Der gerade erst eingewechselte Robin Beyer lief alleine aufs Tor zu und schob zum 2:0 ein (88.). In der Nachspielzeit holte Elton Brunner den überragenden Wember im Strafraum von den Beinen. Der Gefoulte lief selbst an, verwandelte sicher und niemand hatte mehr Zweifel, dass der Ex-Teutone der „Mann des Spiels“ war.

Quelle: Hertener Zeitung